Der Weihnachtsbaum steht jetzt im Glanze,

das MOMO-Team sagt dafür sakrisch Danke!

 

Geschmückt haben ihn Kath"y" und Tina,

und das richtig prima! :-)

 

Lg vom Dichter...

 

 

 

 

Nikolausgedicht der Frau:

 Müde bin ich, geh zur Ruh,
 mache meine Augen zu.
 Lieber Nikolaus bevor ich schlaf,
 bitte ich Dich noch um was.
 Schick mir mal 'nen netten Mann,
 der auch wirklich alles kann.
 Der mir Komplimente macht,
 nicht über meinen Hintern lacht,
 mich stets nur auf den Händen trägt
 und sich Geburtstage einprägt,
 Sex nur will, wenn ich grad mag
 und mich dann liebt den ganzen Tag.
 Soll die Füße mir massieren
 und mich schick zum Essen führen.
 Er soll treu und zärtlich sein
 und mein bester Freund noch obendrein.

 Nikolausgedicht des Mannes:

 Lieber Nikolaus ,
 schicke mir eine taubstumme Nymphomanin die einen
 Getränke- oder Fleischhandel besitzt und
 Jahreskarten fürs Stadion. Und es ist mir scheißegal,
 dass sich das nicht reimt

 

 

 

Das MOMO-Team wünscht frohe Weihnachten!

 

Advent ist, wenn der Pfarrer schreit:
Besinnlichkeit! Besinnlichkeit!
Nur weiß, ob Heide oder Christ,
Der Mensch oft gar nicht, was das ist.
Ist Besinnlichkeit beschieden,
Dem, der stille hält, und Frieden?
Soll man wirklich all sein Denken
In Kontemplation versenken?
Draußen weihnachtsmarkten alle,
Strampeln in der Kaufrauschfalle,
Machen nichts als Remmidemmi,
Lauter als Motörheads Lemmie,
Stopfen sich mit Formfleisch-Häppchen
Voll und jagen geizgeil Schnäppchen,
Gieren auf den schnellen Fitsch. -
Dazu flimmert Weihnachtskitsch.
Pubertäter laufen Amok,
Spielen niemals Béla Bartók,
Statt wie früher Schach und Mühle,
Spielen sie jetzt Kopf-ab!-Spiele.
Ach, die Welt ist ungeheuer
Ähnlich doch dem Fegefeuer.
Kann Besinnlichkeit uns lehren
Sich der Hölle zu erwehren?
Worauf soll man sich besinnen?
Matchboxautos? Regenrinnen?
Soll man grübeln, was vergebens
Ist, und was der Sinn des Lebens?
Nützt es, wenn ich mir befehle:
Mensch, sei edel in der Seele?
Soll ich geistlich mich erbauen?
Oder mich im Wirtshaus hauen?
Fäuste hoch, Gebrüll und Streit.
Ist das noch Besinnlichkeit?
Eines gilt von Kiel bis Zandvoort:
Wer viel fragt, der kriegt viel Antwort.
So ist schnell und gar nicht bange
Eine Klopperei im Gange.
Augen schwellen, Knochen bersten
Nasen bluten. - Kerl, was zerrst'en
An mir rum? Ich wämms dir eine!
Mach dich weg! Lass mich alleine.
Denn sonst haue ich dir munter
Ganz besinnlich eine runter.
So, nun reicht es, Zeit zu gehen.
Alle, die längst nicht mehr stehen
Können, haben einen sitzen.
Grinsen breit wie die Haubitzen
Äußern in Rührseelenliedern
Ihren Wunsch, sich zu verbrüdern.
Wollen, nach den Prügelein
Freund und Mitmensch wieder sein.
Dialektik, frei nach Hegel:
Steigen muss zunächst der Pegel.
Das Niveau indes darf sinken.
Dafür sorgt das Wirkungstrinken.
Und an diese guten, alten
Regeln soll der Mensch sich halten.
Auch der Gastwirt wird sie loben
Denn der Umsatz ging nach oben.
Aller Lärm löst sich ganz friedlich
Auf, die Sache wird gemütlich,
Froh entballt sind alle Hände,
Sinken abwärts, und am Ende
Herrscht Besinnlichkeit, herrscht Ruhe,
Wie in Gottes Wäschetruhe.