Sonderzug Spendenaktion ein voller Erfolg!

Eishockeyfans sammeln 11.000 Euro für leukämiekrankes Kind

(MGE) Im Rahmen der Sonderzugfahrt am 4. November nach Iserlohn starteten die Fans der Straubing Tigers eine Spendenaktion für Patrick Duckstein. Patrick leidet an einer seltenen Form der Leukämie und langfristig kann nur eine Stammzellenspende sein Leben retten. Im Gegensatz zu der Spendenaktion im 1. Straubinger Sonderzug im letzten Jahr nach Köln, die mehr spontan zu Stande kam, wurde heuer die Spendenaktion von Beginn an in das Programm mit aufgenommen und entsprechend organisiert.

 

Schon bevor der 2. Straubinger Sonderzug den Bahnhof verlassen hatte, war deshalb eine erhebliche Spendensumme zusammen gekommen. Den Anfang machte die Marco-Sturm-Stiftung. Nach dem man dort über die Presse von der Aktion erfahren hatte, spendete die Marco-Sturm-Stiftung 2000 Euro und schuf so eine stattliche Ausgangsbasis für die Aktion.

In den nächsten Tagen entwickelte die Spendenaktion eine gewisse Eigendynamik, die aber auch von einem sehr engagierten Tigersfan erheblich mit angeschoben wurde. Der Betreffende möchte nicht persönlich genannt werden, hat aber durch seinen Einsatz viele Geschäftspartner mit ins Spenden-Boot geholt. Spenden in Höhe von 3245 Euro kamen auf diesem Weg zu Stande! Der größte Teil dieser Summe, die sich noch während der Fahrt vermehrte war den Organisatoren bereits zugesagt noch bevor der Zug den Straubinger Bahnhof verlassen hatte!

Schon das wäre natürlich ein großer Erfolg gewesen, aber das Ende der Fahnenstange war noch lange nicht erreicht. Weitere große Spenden erhielten die Organisatoren von der Mannschaft der Straubing Tigers (800€) und von den Gesellschaftern der Straubing Tigers GmbH (1000€). Auch die Mannschaft der Iserlohn Roosters unterstützte die Aktion für Patrick, der vor seiner Erkrankung im Iserlohner Nachwuchs aktiv war, vorbildlich mit weiteren 1000 Euro. Der Tigersfanclub Bodycheck steuerte 150 Euro bei und viele weitere Spenden jenseits der 50 Euro Grenze sind geflossen. Leider können an dieser Stelle nicht alle größeren Spender genannt werden, der herzliche Dank der Organisatoren und der Familie Duckstein gilt aber natürlich jedem einzelnen Spender!

Im 2. Straubinger Sonderzug ging die Aktion dann durch den Verkauf des von der Musikbar Momo als Spende zu Verfügung gestellten Kamikaze weiter. Linda Salbach und Elisabeth Saller gingen von Abteil zu Abteil und konnten mit dem Kamikaze und vielen weiteren privaten Spenden nochmals 2955 Euro (fast 3000 Euro) erlösen! So entstand schließlich die ansehnliche Gesamtsumme in Höhe von 11.000 Euro zu Gunsten von Patrick Duckstein.

Nach einer kurzen Ansprache durch die Organisatorin der Spendenaktion, Linda Salbach, wurde die Spende vor dem Spiel der Iserlohn Roosters gegen die Straubing Tigers auf dem Eis an Patrick und seinen Vater überreicht. Große Freude herrschte bei Patrick auch über das von der Marco-Sturm-Stiftung erhaltene Marco Sturm Trikot. Das vom NHL-Profi handsignierte Trikot wollte Patrick hinterher gar nicht mehr ausziehen, so Vater Ullrich Duckstein. Für Patrick war die Übergabe der Spenden am Sonntag Nachmittag ein freudiges Erlebnis, das ihm hoffentlich Kraft gibt für die nächste Zeit. Erst vor wenigen Tagen wurden bei ihm erhöhte Leberwerte festgestellt und noch in dieser Woche muss Patrick zur Untersuchung in die Uniklink nach Essen. Dort entscheidet sich wie die Behandlung weitergeführt wird.

Rund um den Sonderzug und auch im Zug selbst führte die Passauer Zweigstelle der DKMS eine Typisierungsaktion durch. Schon vor der Abfahrt am Straubinger Bahnhof konnten sich die Tigersfans typisieren lassen und auch auf der Strecke war die Möglichkeit dazu gegeben. Insgesamt können so nun über 290 neue, potentielle Stammzellenspender in die Datei der DKMS aufgenommen werden.

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Der Sonderzug der Tigers-Fans rollt wieder und zwar in diesem Jahr nach Iserlohn. Heute geht es zu einer nachtschlafenden Zeit (01.05 Uhr) über Regensburg und Nürnberg in Richtung Iserlohn, wo man sich für den Sonderzug der Roosters-Fans aus der vergangenen Saison revanchieren und die Straubinger Mannschaft im letzten Spiel vor der Deutschland-Cup-Pause zu einem Sieg tragen will.

Ab 23 Uhr werden die beiden Fanbeauftragten Peter Saller und Christian Pichottka am Straubinger Bahnhof vor Ort sein. Bereits eine halbe Stunde später rücken Gastwirt Hubert Reisinger aus Sossau und die Bäckerei Kalm aus Hunderdorf an und versorgen die Reisenden mit kostenlosen Leberkässemmeln.

Gestärkt und gut gelaunt kann man den Sonderzug ab 00.40 Uhr betreten, ehe es knapp eine halbe Stunde später planmäßig los geht (Gleis 5).

Voraussichtlich um zehn Uhr morgens wird der Sonderzug dann in den Bahnhof in Lethmath einrollen. Per Bustransfer geht es für die Straubinger zum derzeit noch im Bau befindlichen Bahnhof in Iserlohn, wo ein kurzer Empfang durch die Roosters-Fans und ihren Fanbeauftragten Matthias Schlüter samt dem obligatorischen Schaltausch stattfinden soll. Im Anschluss macht man sich zusammen auf den Weg durch die Innenstadt in Richtung Eishalle angeführt von einer eigens mitgebrachten Blaskapelle, den Bläserfreunden Rain.

Gegen elf Uhr am Eisstadion angekommen warten auf beide Fangruppen einige kulinarische Leckerbissen. Sämtliche Verkaufsstände werden bereits geöffnet sein und es wird zur Freude der Straubinger sogar Goaß-Halbe“ geben. Um dazu auch das passende bayerische Essen verspeisen zu können, machte sich die Ochsenbraterei Beck zusammen mit der Bäckerei Hahn bereits einen Tag zuvor auf den Weg nach Iserlohn und wird vor dem Stadion in Gäubodenvolksfest-Manier einen ganzen Ochsen braten. Um die Zeit bis zu Beginn des Spiels zu überbrücken, finden ein Nachwuchsspiel sowie zahlreiche weitere Aktionen auf und neben dem Eis statt.

Tigers-Team bei der Rückfahrt dabei

Die Partie selbst wird vom Pay-TV-Sender PREMIERE live übertragen. Waren sich die Fachleute vor der Saison einig, dass Iserlohn wohl lediglich um Platz zehn mitspielen wird, so hält sich das Team von Trainer Rick Adduono derzeit für viele überraschend im Mittelfeld der Tabelle auf.

Vor allem die Roosters-Spieler Robert Hock und Michael Wolf sorgen stets für Furore vor dem gegnerischen Gehäuse und zählen zu den Top-Scorern der Liga, Torhüter Norm Maracle strahlt Ruhe und Sicherheit aus und schaffte in dieser Saison gar schon zwei Shut-outs. Die Straubinger sind also gewarnt, doch dass sie sich vor den Iserlohnern keineswegs verstecken müssen, zeigten sie am ersten Spieltag beim Heimspiel am Pulverturm, als man die Gäste mit einer 3:5-Niederlage nach Hause schickte.

Nach einem also hoffentlich spannenden und fairen Duell zwischen den beiden Teams werden beide Fangruppen den Nachmittag bei einer After-Game-Party ausklingen lassen. Ab 17 Uhr erfolgt der Bustransfer zurück zum Bahnhof, den man schließlich um 18 Uhr verlassen wird. Auch die komplette Tigers-Mannschaft wird auf der Rückfahrt mit dabei sein und der ein oder andere Spieler wird sich sicher in einem der beiden Partywaggons sehen lassen und mitfeiern.

Hilfe von Marco Sturm und Momo“

Während der Hinfahrt wird wie schon im vergangenen Jahr im Sonderzug nach Köln eine Sammelaktion durchgeführt und das gespendete Geld den Iserlohnern als Gastgeschenk“ vor dem Spiel auf dem Eis überreicht. Das Geld kommt dieses Mal dem zehnjährigen Patrick Duckstein zu Gute, der an einer seltenen Form der Leukämie leidet und dringend einen Stammzellenspender benötigt.

Spontan erklärte sich die Marco-Sturm-Stiftung des deutschen NHL-Cracks aus Landshut bereit 2.000 Euro zu spenden. Die Straubinger Musikbar Momo“ spendiert 25 Liter Schnaps, der eigens für diese Aktion kreiert wurde und im Zug für je einen Euro pro 22cl verkauft wird. Und auch der Passauer Leukämieverein erfuhr von der Spendenaktion und wird vor der Abfahrt am Straubinger Bahnhof eine Typisierungsaktion veranstalten, bei der ein Speicheltest durchgeführt wird um die DNA des möglichen Spenders zu gewinnen.

Der Verein wurde von Dr. Ralf-Peter Filip, Oberarzt in Röhrbach in Österreich, ins Leben gerufen. Bei der letzten Spendengala war als Stargast Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern München, mit dabei und am Ende konnte man eine Spendensumme in Höhe von 65.000 Euro verbuchen, die der José-Carreras-Stiftung und betroffenen Familien zu Gute kommt. Solche Aktionen wie die der Tigers-Fans unterstützen wir natürlich auch sehr gerne“, so Alexander Ostfalk aus Passau, der sich seit einigen Jahren ehrenamtlich für den Leukämieverein engagiert.

Hoffnung auf rege Beteiligung

Wer sich vor der Abfahrt typisieren lassen will, sollte seinen Personalausweis vorweisen können, keine schweren Allergien, Asthma, Hepatitis oder andere Krankheiten, die das Blutbild verändern, haben und zwischen 18 und 46 Jahren alt sein. Am Wichtigsten sei allerdings der wirkliche Wille des Spenders, so Ostfalk: Es gibt nichts Schlimmeres für einen Leukämiepatienten als zu erfahren, dass ein Spender gefunden wurde, dieser dann allerdings doch einen Rückzieher gemacht hat!“

Aus rechtlichen Gründen wird ein Mitarbeiter der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, in die jeder mögliche Spender aufgenommen wird, aus Köln anreisen und die Aktion durchführen. Bei einer etwaigen Übereinstimmung trägt der Spender keine Kosten und es wird ihm entgegen der weit verbreiteten Meinung nicht Knochenmark aus der Wirbelsäule entnommen, sondern es reicht normalerweise eine Blutentnahme um Stammzellen zu gewinnen.

Ab 23 Uhr wird Alexander Ostfalk mit 300 Typisierungssets vor Ort sein und auf die Fans warten. Wenn sich nur ein Fan typisieren lässt, wäre das schon ein Erfolg. 300 Fans wären natürlich der Wahnsinn“, hofft er auf große Beteiligung. Wer auf Grund seines Alters oder Gesundheitszustandes nicht in Frage kommt, kann diese Aktion auch finanziell unterstützen, schließlich kostet eine Typisierung den Verein rund 50 Euro. Und nach einer guten Tat ist die Zugfahrt sicher gleich noch viel schöner…

von Michaela Retzer

 

 

SPENDENAKTION:
 

Da unsere Sammlung im letzten Jahr ein sehr großer Erfolg war, wollen wir auch heuer auf diese Art „Gastgeschenk“ nicht verzichten. Die diesjährige Spende geht an den 10jährigen Patrick Duckstein. Patrick war im Iserlohner Eishockeynachwuchs aktiv, wurde aber im Training immer sehr schnell müde. Das waren bereits erste Anzeichen seiner Krankheit, die erst später diagnostiziert wurde. Patrick leidet an einer seltenen Form der Leukämie (Blutkrebs), die medikamentös aufgehalten, aber nicht geheilt werden kann. Um Patricks Leben zu retten ist eine Stammzellentransplantation unbedingt notwendig.

Um die Kosten für die dafür erforderliche Spendersuche (Typisierungsaktion) zu finanzieren ist jeder Euro willkommen! Gerne unterstützt wird die Spendenaktion von der Musikbar Momo (Straubing, Rosengasse). Die Inhaber Stephan Steinberger und Stephan Seidel spenden 25 Liter „Original-Momo-Kamikaze“ einen selbstkreierten, sehr leckeren Schnaps. Der Kamikaze wird im Sonderzug für einen Euro pro Stamperl (2cl) verkauft und der komplette Erlös kommt Patrick zu Gute. Patrick wurde mit seinen Eltern zu der Partie Iserlohn Roosters gegen Straubing Tigers eingeladen, sodass in der zweiten Drittelpause die Spende direkt auf dem Eis an die Familie überreicht werden kann. Selbstverständlich sind auch größere Beträge als ein Euro pro „Original-Momo-Kamikaze“ herzlich willkommen. Wir hoffen auf einen stattlichen Erlös - Und natürlich muss niemand Alkohol trinken, eine Spende nehmen wir auch so gerne an.